Cube 32 Zoll Fully - Prototyp

Cube 32 Zoll Fully - Prototyp

Cube 32 Zoll Mountainbike: Prototypen, Fahreigenschaften und Technik

Das Cube 32 Zoll Mountainbike ist keine bloße Designstudie mehr. Cube hat 2026 einen fahrfähigen Cross-Country-Prototyp unter Rennbedingungen eingesetzt. Die großen Laufräder sollen Hindernisse leichter überrollen, auf Wurzeln mehr Traktion liefern und das Tempo auf unruhigem Untergrund besser halten. Ob 32 Zoll den etablierten 29-Zoll-Standard verdrängen kann, hängt jedoch auch von Gewicht, Rahmengeometrie und der Verfügbarkeit passender Komponenten ab.

Der Entwicklungsstand ist weit fortgeschritten, aber noch nicht mit einem regulären Serienmodell gleichzusetzen. Stand 7. Oktober 2026 hat Cube keinen offiziellen Verkaufsstart für ein 32-Zoll-Mountainbike genannt. Die bisherigen Einsätze im Cross-Country-Rennsport dienen vor allem dazu, Rahmen, Fahrwerk und Laufräder unter realer Belastung zu erproben.

Gibt es ein 32-Zoll-Mountainbike von Cube?

Ja, Cube besitzt einen funktionsfähigen 32-Zoll-Prototyp. Das Cube Factory Racing Team testete das Bike 2026 im Cross-Country-Umfeld. Während der Prototypen-Phase wurde das Rad unter realen Rennbedingungen im Rahmen des Cross-Country-Weltcups eingesetzt, um die Technik auf höchstem Niveau zu testen.

Diese Weltcup-Einsätze erlauben keine isolierte Bewertung der Laufradgröße. Platzierungen im Cross-Country hängen von der Tagesform, der Startposition, dem Streckenprofil und zahlreichen weiteren Faktoren ab. Wichtiger ist, dass Cube den Prototyp nicht nur im Fahrerlager zeigte, sondern tatsächlich im Wettbewerb erprobte.

Beim Rahmen handelt es sich um ein Cube 32 Zoll Fully mit Vollcarbon-Chassis und 115 Millimetern Hinterradfederweg. Die Konstruktion orientiert sich an aktuellen Cross-Country-Fullys. Der abgestützte Eingelenkhinterbau nutzt flexible Sitzstreben anstelle eines zusätzlichen Gelenks nahe dem Ausfallende. Dieses Prinzip spart Lagerstellen und kann das Rahmengewicht senken.

Die größeren Räder erzwingen einige Anpassungen. Das Steuerrohr fällt kurz aus und der Vorbau sitzt tief, damit die Lenkerhöhe trotz des größeren Vorderrads kontrollierbar bleibt. Auch Gabel, Hinterbau und Reifenfreigang müssen auf den größeren Durchmesser abgestimmt sein. Ein serienmäßiges 29-Zoll-Bike lässt sich deshalb nicht durch einen einfachen Laufradwechsel in ein 32-Zoll-MTB verwandeln.

Bekannte Ausstattung des Cube-Prototyps

Bauteil Ausführung am Prototyp
Rahmen AMS Raceday C:68X 32 Zoll Vollcarbonrahmen
Federweg hinten 115 mm
Federgabel Fox Factory 34 RAD Prototyp mit 120 mm Federweg
Dämpfer Fox Factory Float SL mit Remote-Steuerung
Laufräder Newmen 32-Zoll-Prototypen
Reifen Schwalbe 32 Zoll
Schaltung Shimano XTR Di2
Bremsen Shimano XTR
Leistungsmessung 4iiii Powermeter


Die Ausstattung zeigt, dass Cube Rahmen und Komponenten als Gesamtsystem entwickelt. Newmen arbeitet an passenden Laufrädern, während Fox Prototypen für Gabel und Dämpfer bereitstellt. Die am Wettkampf-Mountainbike beobachteten Teile müssen nicht den späteren Serienspezifikationen entsprechen. Besonders das elektronische Fox-Fahrwerk befindet sich noch in der Erprobung.

Was ist der Unterschied zwischen einem 29-Zoll- und einem 32-Zoll-Mountainbike?

Der entscheidende Unterschied liegt im größeren Radumfang. Eine 29-Zoll-MTB-Felge besitzt den ETRTO-Durchmesser 622 Millimeter. Bei den bereits verfügbaren 32-Zoll-Systemen beträgt er 686 Millimeter. Die Felge wächst damit im Durchmesser um 64 Millimeter. Mit vergleichbar breiten Reifen steigt auch der Außendurchmesser des kompletten Laufrads deutlich.

Ein größeres Rad trifft mit einem flacheren Winkel auf eine Wurzel, Kante oder Stufe. Das Hindernis wirkt dadurch weniger abrupt. Gleichzeitig legt das Laufrad mit jeder Umdrehung eine längere Strecke zurück und dreht sich bei derselben Fahrgeschwindigkeit langsamer. Die höhere Laufruhe geht allerdings mit mehr Masse und einem größeren Platzbedarf im Rahmen einher.

Eigenschaft 29 Zoll 32 Zoll Auswirkung auf dem Trail
ETRTO-Felgendurchmesser 622 mm 686 mm Das 32-Zoll-Rad benötigt mehr Platz in Gabel und Hinterbau.
Überrollwinkel Steiler Flacher Wurzeln und Kanten bremsen das größere Rad weniger abrupt ab.
Kontaktfläche Kürzer Tendenziell länger Das kann Traktion und Bremskontrolle auf losem Boden verbessern.
Trägheitsmoment im untersuchten Testaufbau 0,12 kgm² 0,16 kgm² Das größere Rad reagiert etwas träger auf schnelle Tempowechsel.
Geschwindigkeitserhalt Gut Auf unruhigem Boden besser Nach Wurzeln und kleinen Schlägen bleibt mehr Tempo erhalten.
Lenkverhalten Direkter und leichter zu beschleunigen Ruhiger und stärker auf Spurtreue ausgelegt 29 Zoll passt besser zu engen Richtungswechseln, 32 Zoll zu schnellen Linien.
Rahmenkonstruktion Für alle gängigen Größen gut skalierbar Bei kleinen Größen stark eingeschränkt Kurze Steuerrohre und angepasste Hinterbauten sind erforderlich.


Deutlicher sind die Anforderungen an die Geometrie. Wird nur ein größeres Laufrad in einen kaum veränderten Rahmen gesetzt, steigt das Tretlager und der Lenkwinkel wird spürbar flacher. Ein speziell entwickeltes Cube 32 Zoll MTB muss deshalb Tretlagerabsenkung, Kettenstrebenlänge, Gabelhöhe, Lenkerposition sowie den Lenkwinkel neu abstimmen, um die Fahrstabilität und ein agiles Lenkverhalten im Cross-Country-Einsatz zu gewährleisten. Zu viel Tretlagerhöhe verschlechtert das Kurvenverhalten, während eine zu starke Absenkung die Bodenfreiheit der Kurbeln reduziert.

Wie viel schwerer ist ein 32-Zoll-Mountainbike im Vergleich zu 29 Zoll?

Bei einem sehr leichten Cross-Country-Hardtail betrug der gemessene Unterschied rund 700 Gramm. Das 29-Zoll-Bike wog etwa 8,8 Kilogramm, die entsprechende 32-Zoll-Ausführung rund 9,5 Kilogramm. Beide Werte stammen aus dem High-End-Segment mit Carbonrahmen und leichten Carbonlaufrädern. Sie lassen sich nicht unverändert auf ein späteres Cube-Serienmodell übertragen.

Bauteil 29 Zoll 32 Zoll Differenz
Fahrfertiger Laufradsatz ca. 3,58 kg ca. 4,02 kg 440 g
Reifen ca. 800 g ca. 830 g 30 g
Carbonrahmen ca. 820 g ca. 985 g 165 g
Federgabel ca. 1.470 g ca. 1.545 g 75 g
Komplettes Bike in Größe L Etwa 8,8 kg Etwa 9,5 kg 700 g


Die Einzelwerte dürfen nicht einfach addiert werden, weil der fahrfertige Laufradsatz bereits mehrere Komponenten enthalten kann. Die Tabelle zeigt, an welchen Stellen das Mehrgewicht entsteht. Besonders relevant sind Felgen und Speichen, weil ihre Masse weit außen rotiert. Auch Gabel und Rahmen werden schwerer, da sie länger ausfallen und höheren Hebelkräften standhalten müssen.

Bei einem Cube 32 Zoll Fully kommen der Hinterbau, der Dämpfer und zusätzliche Verstärkungen hinzu. Trotzdem muss das fertige Bike nicht zwangsläufig mehr als ein Kilogramm schwerer sein als ein vergleichbar ausgestattetes 29er. Carbonfelgen, leichte Karkassen und ein konsequent auf Cross-Country ausgelegter Rahmen können die Differenz begrenzen.

In günstigeren Ausstattungsklassen dürfte der Abstand größer werden. Aluminiumfelgen benötigen bei größerem Durchmesser mehr Material, um eine ausreichende Steifigkeit zu erreichen. Robuste Reifen mit verstärkter Karkasse erhöhen ebenfalls die rotierende Masse. Bei einem seriennahen Mittelklasse-Bike ist daher ein Mehrgewicht von über einem Kilogramm möglich.

Welche Vorteile bieten 32-Zoll-Laufräder beim Mountainbiken und was sind die Nachteile?

32 Zoll bringt den größten Nutzen auf Strecken, die das Überrollverhalten fordern. Wurzelfelder, kleine Steinstufen und schnelle Naturtrails passen gut zu den großen Rädern. Auf glattem Untergrund oder in sehr engen Kurven fällt der Unterschied geringer aus.

Vorteile von 32-Zoll-Mountainbikes

  • Der flachere Überrollwinkel reduziert den Geschwindigkeitsverlust an Wurzeln und Kanten.
  • Die längere Reifenaufstandsfläche kann Traktion beim Beschleunigen, Bremsen und Kurvenfahren erhöhen.
  • Das Bike hält auf unruhigem Untergrund leichter seine Linie.
  • Schläge werden weniger abrupt an Rahmen und Fahrerin oder Fahrer weitergegeben.
  • Auf schnellen Cross-Country-Passagen kann das größere Rad das Tempo besser konservieren.
  • Der Grenzbereich kündigt sich häufig ruhiger an, weil das Rad weniger leicht in Vertiefungen hängen bleibt.

In einem Vergleich auf wurzeligen Abschnitten war das 32-Zoll-Hardtail etwa zwei bis drei Prozent schneller als das entsprechende 29-Zoll-Hardtail. Im gemessenen Anstieg gab es trotz des Mehrgewichts keinen klaren Zeitunterschied. Solche Resultate gelten für den jeweiligen Testaufbau, zeigen aber, dass das zusätzliche Gewicht nicht automatisch zu einem deutlichen Nachteil bergauf führt.

Nachteile von 32-Zoll-Mountainbikes

  • Laufräder, Reifen, Rahmen und Gabel erhöhen das Gesamtgewicht.
  • Schnelle Beschleunigungswechsel fühlen sich etwas weniger direkt an.
  • Das Bike benötigt längere Kettenstreben und meist einen größeren Radstand.
  • Enge Spitzkehren und häufige Richtungswechsel verlangen mehr Körpereinsatz.
  • Die hohe Front erschwert passende Geometrien für kleine Rahmengrößen.
  • Die Auswahl an Reifen, Laufrädern und Federgabeln ist noch begrenzt.
  • Fahrradträger, Transporttaschen und Montageständer können zu knapp ausfallen.

Wenn du überwiegend auf schnellen, wurzeligen Naturtrails fährst, kann ein 32-Zoll-MTB einen messbaren Vorteil bieten. Wenn deine Strecken viele enge Kehren, Sprünge und ständige Rhythmuswechsel enthalten, bleibt ein leichtes 29er meist handlicher. Für Cross-Country-Rennen dürfte 32 Zoll zunächst interessanter sein als für verspieltes Trail- oder Enduro-Fahren.

Für welche Körpergröße eignet sich ein 32-Zoll-Mountainbike?

Eine feste Mindestgröße gibt es nicht, weil Schrittlänge, Armlänge und Rahmengeometrie ebenso wichtig sind wie die Körpergröße. Als grobe Orientierung eignen sich 32-Zoll-Mountainbikes am besten für Personen ab etwa 1,80 bis 1,85 Meter. In diesem Bereich lässt sich der zusätzliche Platzbedarf der Räder meist ohne extreme Kompromisse in den Rahmen integrieren.

Zwischen 1,75 und 1,80 Meter muss die Geometrie genau geprüft werden. Entscheidend sind Überstandshöhe, Lenkerhöhe, Reach und der Abstand zwischen Schuh und Vorderrad. Ein kurzes Steuerrohr, ein flacher Vorbau und eine Gabel mit passender Einbauhöhe können das Cockpit absenken. Gleichzeitig darf das Vorderrad beim Lenken nicht mit dem Schuh kollidieren. Diese Überschneidung wird als Toe Overlap bezeichnet.

Unter 1,75 Meter wird eine ausgewogene Konstruktion schwieriger, aber nicht grundsätzlich unmöglich. Bereits verfügbare 32-Zoll-Rahmen anderer Hersteller beginnen teilweise bei Größe M, verzichten jedoch auf Größe S. Für ein Cube-Serienmodell liegen noch keine Größentabellen vor. Kaufinteressierte sollten deshalb keine Größenempfehlung eines 29-Zoll-Cube ungeprüft auf den 32-Zoll-Prototyp übertragen.

Wenn du lange Beine und einen vergleichsweise kurzen Oberkörper hast, kann die hohe Front schneller zum Problem werden. Bei langen Armen und einer sportlich tiefen Sitzposition lässt sich das Cockpit eher ausgleichen. Eine Probefahrt und ein Vergleich der vollständigen Geometriedaten sind bei dieser Laufradgröße wichtiger als die übliche Zuordnung allein nach Körpergröße.

Häufige Fragen zu 32-Zoll-Mountainbikes

Wann bringt Cube ein 32-Zoll-Mountainbike in Serie auf den Markt?

Cube hat bis zum 7. Oktober 2026 keinen offiziellen Termin für ein 32-Zoll-Serienmodell genannt. Die Rennprototypen zeigen einen fortgeschrittenen Entwicklungsstand, reichen aber nicht als Bestätigung für einen Verkaufsstart. Ein Cube 32 Zoll Fully benötigt serienreife Gabeln, Reifen und Laufräder in ausreichenden Stückzahlen. Erste Reifenhersteller planen eine breitere Markteinführung für 2027. Ob Cube im selben Zeitraum folgt, bleibt offen.

Sind 32-Zoll-Laufräder auch für kleinere Fahrerinnen und Fahrer fahrbar?

Ja, sofern Rahmen und Cockpit passend konstruiert sind. Unter etwa 1,75 Meter nehmen die geometrischen Zielkonflikte jedoch deutlich zu. Die hohe Front, eine größere Überstandshöhe und möglicher Toe Overlap schränken kleine Rahmengrößen ein. Ein vorhandenes 32-Zoll-Bike in Größe M kann fahrbar sein, ist aber nicht automatisch ergonomisch passend.

Braucht ein 32-Zoll-Mountainbike den Super-Boost-Nabenstandard?

Ja, der breitere Super-Boost-Standard (157 Millimeter Hinterbaubreite) ist für 32 Zoll technisch nahezu unverzichtbar. Flachere Speichenwinkel stellen die notwendige Seitensteifigkeit der großen Laufräder sicher, während das übliche Boost-Maß von 148 Millimetern gegen Verwindung nicht ausreicht.

Welche Federgabeln sind für 32-Zoll-Mountainbikes kompatibel?

Eine herkömmliche 29-Zoll-Federgabel ist ungeeignet, weil Reifenfreiheit und Abstand zur Gabelbrücke nicht ausreichen. Cube verwendet am Rennprototyp eine angepasste Fox Factory 34 RAD mit 120 Millimetern Federweg. Diese Version ist kein reguläres Nachrüstprodukt. Als freigegebene Serienlösung für einzelne 32-Zoll-Hardtails wird bereits die Intend Samurai XC eingesetzt. Vor dem Einbau müssen Achsmaß, Reifenfreigang, Einbauhöhe, Offset und Rahmenfreigabe zusammenpassen.

Kann ein 32-Zoll-Hardtail ein 29-Zoll-Fully ersetzen?

Nein. Das größere Hinterrad mildert Schläge, ersetzt aber keinen gefederten Hinterbau. In einem Vergleich verursachte ein 120-Millimeter-Fully etwa 14 Prozent weniger Erschütterungen als das untersuchte 32-Zoll-Hardtail. Auf einer schnellen Hindernispassage rollte das Hardtail dennoch rund drei Prozent schneller. Für glatte Anstiege und wurzelige Tretpassagen kann ein leichtes 32-Zoll-Hardtail sehr effizient sein. Auf langen, groben Abfahrten bietet ein 29-Zoll-Fully mehr Kontrolle und entlastet den Körper stärker.

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